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ostern auf korfu

Ostern ist das größte Fest der Orthodoxen Kirche, und es wird es in Ganz Griechenland gefeiert. Dieses Fest in Korfu zu feiern ist ein einmaliges Erlebnis! Die ganze Woche vor Ostersonntag ist religiös gestalltet, zu den Höhenpunkten gehören der Karfreitag, Ostersamstag und natürlich Ostersonntag. Am Sonntag vor Ostern feiert Korfu den Jahrstag seiner Verschönung von der Pest 1630 dank dem Eingreifen des Schutzpatrons Spiridon. Die Prozession mit den Gebeinen des Heiligen zieht von Musikvereinen begleitet, durch die Stadt.

Korfu Korfu

In die Karwoche lohnt es die mühe in die Dörfer mit den venezianischen Häusern und den gepflegten Vorgärten mit blühenden Pflanzen in ihren Töpfen zu gehen. Am Kardienstag hören Sie die Motetten der Kassiani, am Kardonnerstag die 12 Evangelien in den Klöstern. Wenn Sie in der Stadt sind, sollten Sie wissen das in der Ag.Ioanniskirche am St.Spiridon-Platz in byzantinischer Weise gesungen wird und im Kloster der Ag.Efimia beim Mon Repos vierstimmige Psalmen gesungen werden. Am Donnerstag liest man im Duomo, der katholischen Bischofskirche am Rathausplatz die zwölf Evangelien wo 12 Kerzen angezündet und nach Lesung jedes Evangeliums jeweils einzeln wieder gelöscht werden.Karfreitag: damit die Orchester es schaffen die Umzüge aller Kirchen zu begleiten, beginnen sie in der Stadt schon um 2 Uhr mittags. In die Stadt sammeln die Leuten sich schon am frühen Abend, und warten auf die österliche Prozessionen mit Blassinstrumentenkapellen mit Trauermusik, Schullkinder, Klerus mit den Epitafios, ein Baldachin mit der heilige Ikone, geschmückt mit Rosen und die Chöre singen wunderbare Byzantische Hymnen. Der "alte" Musikverein (in roter Uniform) spielt das Adagio von Albinoni, der Mantzaros -Verein (blaue Uniformen) den Trauermarsch von Verdi und der Verein Kapodistrias die Elegia Funebere. Zuerst erscheinen die Epitaphe der Spiliotissa von der Neuen Festung und der Pantokratorkirche aus dem Campiello-Viertel um 14 Uhr, gefolgt von den anderen Kirchen bis 22 Uhr nachts, wenn der Epitaph der Bischofskirche aus dem Spilia-Viertel erscheint. Eine einmahlige Atmospäre!

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Am Ostersamstag um 9 Uhr, findet die Prozession des Hl.Spiridon zur Erinnerung an die Rettung der Insel von der Pest 1550 statt. Um 11 Uhr kommen einige hunderte Leuten an der Spianada, am Liston zusammen. Um 11 Uhr folgt ein recht selzsamer Brauch. Von den Balkonen der Häuser rund um der Spianada werden unzählige, manchmal mit Wasser gefüllte Pithari (Tongefässe), zum Strasse heruntergeworfen. Es gibt zwei Erklarungen für diesen Brauch: 1) heidnischen Ursprungs: Ostern markiert den Beginn der fruchtbaren Jahreszeit, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und geerntete Früchte werden in neuen Gefäßen gesammelt, während man die alten wegwirft. 2) venezianischen Einfluss: die Venezianer pflegten am Neujahrstag alte Gegenstände aus dem Fenster zu werfen, auf dass das neue Jahr neue bringe. Die Korfioten übernahmen den Brauch für ihren höchsten Feiertag, Ostern. Nach dem Zerschlagen der Krüge defilieren die Musikvereine durch die Strassen und Gassen der Stadt. Um 11 Uhr abends kommen mehrere tausenden von Leuten wieder am Spianada zusammen, um bei die Messe dabei zu sein. Um Mitternacht ist es soweit, mit lauter Stimme verkündet der Metropolit "Christos Anesti!" (Christus ist auferstanden). Ein sensationelles Feuerwerk hoch uber das Meer und Alte festung geht loss, die Gläubigen zünden ihre Kerzen an und man wechselt den Ostergruß, "Christos Anesti!" "Christus ist auferstanden" "Alithos Anesti!" antwortet der nächste. Jeder versucht "das heilige Licht" nach Hause zu bringen, ohne dass die Kerze dabei erlöscht um mit dem Rauch ein Kreuz über die Haustür zu malen. Anschliessend wird im Familienkreiss gegessen.

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Der Ostersonntag ist primär der Familie gewidmet. Am Ostersonntag gibt es zum Mittagessen Avgolemono-Suppe und dazu verschiedene Fleischgerichte. Mann klopft sich die Helrot gefarbte Ostereier, die Schalen klebt man an die Türen oder werden im Garten verstreut um so die Ernte zu segnen.

Die Woche nach Ostern nennt man "Neue Woche" und entsprechend die Tage "Neuer Montag", "Neuer Dienstag" usw., und will damit die große spirituelle Bedeutung dieser mit Andachten und Prozessionen begangenen Tage unterstreichen. Am Ostermontag, dem "Neuen Montag", finden fast auf der ganzen Insel Prozessionen statt,  dann geht es heim zum Osterlamm.

Am "Neuen Dienstag" um 17 Uhr zelebriert man in der Kirche des Hl.Spiridon die Wiedereinbettung seiner Gebeine in den Sarkophag. Am "Neuen Freitag" ist der Feiertag "Zoodochu Pigis" mit großer Kirchweih auf der ganzen Insel, die Kirmes von Paläokastritsa nimmt hierbei den ersten Rang ein, schöne Feste erleben können Sie auch in Kato Korakiana, Dassia und Chlomos. Am Sonntag nach Ostern (tou Thoma) gibt es Prozession und Tanz in Episkepsis und Kirchweih in Sidari.